Mittelstufe: Wenn du meinst ein Problem nicht lösen zu können, gib nicht auf. Du bist nur noch nicht am Ziel.
In der Mittelstufe wächst die Selbstständigkeit: Kinder übernehmen mehr Verantwortung für ihr Lernen, vertiefen Grundlagen und entdecken neue Interessen. In kleinen Gruppen (max. 15 Kinder) bekommt jedes Kind die Unterstützung, die es braucht – ohne Druck.
Was macht die Mittelstufe besonders?
Die Mittelstufe ist die Brücke zwischen spielerischem Lernen und zunehmender Selbstständigkeit. Kinder bauen auf ihren Grundlagen auf, lernen komplexere Inhalte und entwickeln wichtige Kompetenzen für die Oberstufe – in ihrem eigenen Tempo.
Wachsende Selbstständigkeit
Kinder arbeiten zunehmend eigenverantwortlich mit der Lernagenda. Offener Morgenkreis bietet Wahlfreiheit: Sofort arbeiten oder erst gemeinsamer Start? Individuelle Pausen nach Bedarf fördern Selbstregulation.
Individuelle Unterstützung
"In unserer Klasse bekommt jedes Kind das, was es braucht. In unserer Klasse helfen wir einander."– Andrea Kreis, Klassenlehrperson Mittelstufe Kleine Gruppe = Zeit für jedes Kind.
Entspannte Lernzeit
Keine Hektik, kein Druck. Kinder lernen ohne Zeitstress, können Pausen machen, sich bewegen, zurückziehen. Fehler sind Helfer – keine Beschämung, sondern Lernchance.
Ganztagsbetreuung (Montag, Dienstag, Donnerstag)
Durchgehende Betreuung 8:00-15:30 Uhr inkl. Mittagessen. Alles Lernen findet in der Schule statt – zu Hause keine Hausaufgaben, nur Zeit für Familie und Hobbys.



Ein typischer Schultag in der Mittelstufe
Der Tagesablauf gliedert sich in gemeinsame und individuelle Lernphasen sowie kreative, bewegte und soziale Aktivitäten.
Die Kinder dürfen bereits vor Unterrichtsbeginn ins Schulzimmer kommen und diese Zeit für ein Einzelcoaching oder zum Lernen nutzen. Kinder, welche bis zu Unterrichtsbeginn noch spielen oder plaudern wollen, tun dies draussen. Ab Unterrichtsbeginn folgen individuelle Lernphasen, in denen die Kinder selbständig mithilfe ihrer Lernagenda Aufgaben bearbeiten. Lernbegleiter:innen stehen unterstützend zur Seite.
Gemeinsame Pause im Znünikreis für einen fröhlichen Austausch und eine gesunde Stärkung mit anschliessendem Spiel draussen.
Inputs und Projekte bereichern die individuellen Lernzeiten, z. B. in Natur, Gesellschaft, Musik oder Sprachen. Auch praktische, kreative und bewegte Angebote wie Werken, Handarbeit, Gestalten, Gartenarbeit, Sport, Bibliotheksbesuche sowie Medien- und Informatikprojekte werden angeboten.
Der Tag endet mit einem gemeinsamen Lern-Spiel im Klassenzimmer oder auch draussen.



Was lernen Kinder in der Mittelstufe?
Alle Lerninhalte sind an den Lehrplan 21 geknüpft. Wir bauen auf Grundlagen auf und bereiten gezielt auf die Oberstufe vor.
Mathematik
- Erweiterte Grundrechenarten (Division, Brüche, Dezimalzahlen)
- Geometrie (Flächen, Körper, Symmetrie)
- Proportionen und Prozentrechnung (Vorbereitung)
- Sachaufgaben und Problemlösen
Deutsch
- Lese- und Schreibkompetenz vertiefen
- Textsorten kennen (Bericht, Erzählung, Beschreibung)
- Rechtschreibung und Grammatik erweitern
- Präsentationen halten, Feedback geben
Fremdsprachen
- Englisch: Lesen, Sprechen, Hörverständnis, erste schriftliche Texte
- Französisch: Einführung ab 5. Klasse (Lehrplan 21)
- Spielerische und kommunikative Methoden
NMG (Natur, Mensch, Gesellschaft)
- Naturwissenschaftliche Experimente und Projekte
- Geschichte (Schweizer Geschichte, Weltgeschichte)
- Geographie (Karten lesen, Kontinente, Klima)
- Gesellschaft (Zusammenleben, Demokratie, Kinderrechte)
Kreatives & Praktisches
- Werken (Holz, Metall, Elektronik – zunehmend komplexere Projekte)
- Handarbeit (Nähen, Stricken, Weben)
- Gestalten (Malen, Zeichnen, Collage, digitale Medien)
- Musik (Instrumente, Rhythmus, Lieder)
Soziale & Digitale Kompetenzen
- ERG (Ethik, Religionen, Gemeinschaft): Werte, Weltanschauungen, Respekt
- Medien und Informatik: Digitale Grundlagen, sicherer Umgang
- Kooperation und Konfliktlösung im Klassenverband
- Selbstorganisation mit der Lernagenda
Jedes Kind bekommt, was es braucht
"In unserer Klasse bekommt jedes Kind das, was es braucht. In unserer Klasse helfen wir einander. In unserer Klasse gibt es viele verschiedene Lerntypen. Jedes Kind hat etwas, worin es wirklich gut ist, und jedes Kind hat etwas, an dem es noch arbeiten muss."
Andrea Kreis
Klassenlehrperson Mittelstufe
In der Mittelstufe werden Lernunterschiede oft deutlicher: Manche Kinder sind schneller, andere brauchen mehr Zeit. Bei uns ist das kein Problem – sondern Normalität.
Individuelle Lernziele
Jedes Kind hat eigene Lernziele in der Lernagenda – abgestimmt auf Stärken und Entwicklungsfelder. Keine Vergleiche, keine Beschämung.
Flexible Lerntempos
Schnellere Lernende: Vertiefungsaufgaben, Projekte, Mentoring jüngerer Kinder. Langsamere Lernende: Mehr Zeit, kleinere Schritte, gezielte Unterstützung.
Stärken stärken
Wir fokussieren uns auf das, was Kinder können – und bauen darauf auf. Lernberichte zeigen Fortschritte (nicht Defizite).
Gegenseitige Hilfe
Altersdurchmischtes Lernen: Ältere unterstützen Jüngere, Kinder lernen voneinander. Kooperation statt Konkurrenz.
Externe Fachkräfte willkommen
Logopädie, Ergotherapie, weitere Therapeut:innen können nach Absprache in der Schule arbeiten. Wir sehen externe Fachkräfte als Partner:innen.
Betreuungsverhältnis
Max. 15 Lernende, bis zu 3 Lernbegleiter:innen = Zeit für jedes einzelne Kind
Keine Hausaufgaben – wie funktioniert das?
Warum gibt es keine Hausaufgaben?
Wir glauben, dass Lernen in der Schule stattfinden soll – nicht zu Hause am Küchentisch nach einem langen Schultag. Die Lernagenda dokumentiert Lernschritte und Ziele, aber es gibt keine Aufgaben für zu Hause. Zeit für Familie, Hobbys, Erholung ist genauso wichtig wie Schule.
Lernt mein Kind dann genug?
Ja! Durch individuelle Lernzeiten (8:00-9:30 + 10:00-11:40) haben Kinder täglich über 3 Stunden Zeit zum konzentrierten Arbeiten – in einer ruhigen, unterstützenden Umgebung. Das ist effizienter als Hausaufgaben unter Stress. Lehrplan 21 wird vollständig abgedeckt.
Was machen Eltern statt Hausaufgaben-Kontrolle?
Zeit mit Kindern verbringen! Vorlesen, Spiele spielen, Natur erkunden, Hobbys fördern. Eltern sind nicht "Hilfslehrer" – sondern Eltern. Bei Fragen zum Lernstand: Regelmässige Standortgespräche mit Lernbegleiter:innen.
Wie klappt der Übergang zur Oberstufe ohne Hausaufgaben?
In der Oberstufe führen wir Materialpakete ein, die auch zu Hause bearbeitet werden können (freiwillig, für Vertiefung). Ab der MS lernen Kinder Selbstorganisation – das bereitet perfekt auf OS vor. Übergang ist fliessend.
Gut begleitete Übergänge
Von der Unterstufe zur Mittelstufe
Der Übergang von der US zur MS wird sorgfältig vorbereitet:
- Ab Mai: "Pendeltage" – US-Kinder besuchen die MS
- Elterngespräche im Frühling zu fachlichen und sozialen Aspekten
- Sanfter Einstieg im August mit Begleitung durch Lernbegleiter:innen
- Keine abrupten Wechsel – kontinuierliche Entwicklung
Von der Mittelstufe zur Oberstufe
Vorbereitung auf mehr Eigenverantwortung:
- Ab Mai: OS-Besuche, Kennenlernen der OS-Lernbegleiter:innen
- Einführung Materialpakete (Vorbereitung auf OS-System)
- Gespräche über Berufswünsche, Interessen, Stärken
- Digitale Arbeitsgeräte einführen (Laptops in der OS)
Häufige Fragen zur Mittelstufe
Kann mein Kind mitten im Schuljahr wechseln?
Ja, Aufnahme ist ganzjährig möglich. Ideal ist Semesterbeginn (August, Februar), aber auch andere Zeitpunkte sind machbar. Wir empfehlen einen Besuch vorab, um den Übergang sanft zu gestalten. Siehe Schulwechsel-Guide.
Mein Kind war bisher in der Regelschule – gibt es Lücken?
Durch Lehrplan 21-Anbindung gibt es keine Lücken. In den ersten Wochen prüfen wir den Lernstand und passen die Lernagenda an. Kinder aus Regelschulen brauchen oft etwas Zeit, um sich an selbstorganisiertes Lernen zu gewöhnen – wir begleiten das gezielt.
Wie wird mit Konflikten unter Kindern umgegangen?
Konflikte sind Lernchancen. Lernbegleiter:innen moderieren, Kinder lernen Konfliktlösung. Wir arbeiten mit Feedbackkultur, Empathie-Übungen und klaren Regeln. Ziel: Kinder lösen Konflikte zunehmend selbst.
Gibt es Noten in der Mittelstufe?
Nein, wir arbeiten mit Lernberichten. Diese zeigen individuelle Fortschritte, Stärken und nächste Lernziele. Vergleiche mit anderen Kindern gibt es nicht. Bei Übertritt in Regelschule/Gymnasium erstellen wir auf Wunsch Zeugnisse mit Noten.
Wie bereitet die Mittelstufe auf die Oberstufe vor?
Wachsende Selbstständigkeit (offener Morgenkreis, individuelle Pausen), Lernagenda, Selbstorganisation, digitale Kompetenzen (Medien und Informatik), Projektarbeiten. All das sind Grundlagen für die OS, wo Jugendliche noch mehr Eigenverantwortung übernehmen.
Was, wenn mein Kind externe Unterstützung braucht (Logopädie, etc.)?
Externe Fachkräfte sind willkommen und können nach Absprache auch in der Schule arbeiten. Wir sehen sie als wertvolle Partner:innen. Wenn wir merken, dass ein Kind von externer Unterstützung profitieren könnte, gehen wir ins Gespräch mit Eltern und können Empfehlungen aussprechen.
Was Eltern über die Mittelstufe sagen
Unsere Tochter konnte sich nach dem emotionalen Stress in der Volksschule gut entspannen und das schulische Lernen positiver angehen. Sie hat gelernt, ihr Arbeitspensum selbständig zu planen, einzuteilen und selbstverantwortet zu lernen.
Familie Berger
Unsere Tochter kam Anfang der 4. Klasse mit grossen Defiziten an die Mosaik Schule. Dort erhielt sie endlich die Unterstützung, die sie in der Regelschule nicht bekommen konnte. Die Lehrmethode geht individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ein und fördert gezielt ihre Stärken. Dadurch gewann unsere Tochter deutlich an Selbstvertrauen und konnte ihre Fähigkeiten entfalten. Wir sind der Schule sehr dankbar für die positive Entwicklung und die Freude am Lernen, die sie unserer Tochter ermöglicht hat. Absolute Empfehlung
Familie Lick
Unser Sohn besucht die Mittelstufe und überrascht uns immer wieder mit seiner schnellen Auffassungsgabe. Damit er wirklich profitieren kann, braucht er manchmal einen etwas anderen Zugang zu den Lerninhalten. Gleichzeitig merken wir, wie wichtig ihm regelmässige Pausen, klare Strukturen und verlässliche Abläufe sind. Die kleine Klasse tut ihm sehr gut - sie gibt ihm Ruhe, Sicherheit und die Möglichkeit, sich besser zu konzentrieren. Ein grosser Ausgleich für ihn ist der Fussballplatz in der Schule, den er sehr liebt. Für uns ist das Schönste zu sehen, dass er sich in der Mosaik Schule wirklich wohlfühlt und jeden Tag gerne hingeht.
Familie N. Uzwil
Bereit, die Mittelstufe kennenzulernen?
Beratungsgespräch
Sprechen Sie am Einblicksmorgen mit Andrea Kreis (Klassenlehrperson MS) oder der Schulleitung über Ihr Kind.
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